Literatur

Literatur

 

Manchmal kann ein Buch eine Hilfe sein. Vielleicht ist es ein Ratgeber, der die eigene Trauer verständlicher macht – manchmal ein Erlebnisbericht, der den Lesenden aufzeigt, wie andere Menschen mit ähnlichen Situationen umgegangen sind. Oder es gibt Gedichte, die einen berühren, die die eignen Gedanken und Gefühle verdichten, in eine Form bringen.

Inzwischen gibt es sehr viel Literatur zu Trauer und es ist nicht immer leicht, das passende Buch zu finden.

Auf dieser Seite werden ein paar Vorschläge gemacht, Bücher vorgestellt, die Trauernden auf ihrem Weg geholfen haben. Wir möchten Sie dazu ermutigen, auszuprobieren, ob nicht ein Buch hilfreich für Sie sein kann.

Gerne dürfen Sie in unserer Bibliothek herumstöbern und sich  auch eines der Bücher ausleihen.

Chris Paul:  „Ich lebe mit meiner Trauer“

Für Trauernde     Gütersloher Verlagshaus

So schaffe ich es, mit meiner Trauer zu „überleben“

Trauerwege sind anstrengend, unvorhersehbar und ganz individuell. Doch auf allen Trauerwegen setzen sich Menschen mit intensiven Gefühlen auseinander: Schmerz, Sehnsucht und Ohnmacht, aber auch Dankbarkeit und Liebe. Die erfahrene Trauerbegleiterin Chris Paul bietet ein lebensnahes, leicht verständliches Bild, in dem sich Trauernde auf ihren Trauerwegen erkennen können und zeigt viele unterschiedliche Reaktionen und Gestaltungsmöglichkeiten eines Trauerweges.

Chris Paul: Wir leben mit deiner Trauer

Für Angehörige und Freunde     Gütersloher Verlagshaus

Den Umgang und das Zusammenleben mit Trauernden gestalten

Ein Mensch ist in Trauer: Was können Freunde und Angehörige tun? Wie können sie mit eigenen Ängsten und Unsicherheiten umgehen? Wo finden sie selbst Hilfe? Chris Paul zeigt Begleitenden, wie sie konkrete Unterstützung geben können. Sie zeichnet ein leicht verständliches Bild der wiederkehrenden Themen eines Trauerprozesses. So gelingt es, den gemeinsamen Alltag mit einem trauernden Freund oder Angehörigen geduldig und respektvoll zu gestalten.

 

Roland Kachler „Sucht mich in eurem Herzen –

Trostbuch für Trauernde“, Präsenz Verlag 2011

 Der Autor Roland Kachler (Jahrgang 1955) ist Diplom-Psychologe und Psychotherapeut. Nach dem Unfalltod seines Sohnes stellte Roland Kachler fest, dass – das auch von ihm in der Therapie vertretene – „Loslassen“ bei einem schweren Verlust unmöglich ist. Die Beziehung wird stattdessen über den Tod hinaus gelebt, indem die Liebe eine dauernde neue Verbindung zu dem Verstorbenen herstellt.
In diesem Buch hat Kachler die für ihn persönlich hilfreichsten Trauergedichte und Trauergedanken von Autoren wie Rose Ausländer, Mascha Kaléko oder Thornton Wilder und vielen anderen zusammengestellt und sehr einfühlsam, passend erläutert. Es ist sehr poetisch und schön gestaltet. Thomas Kohl hat das Buch mit Ölbildern ansprechend illustriert.
Durch die Unterteilung in kurze Texte eignet sich dieses Buch ganz besonders auch für frisch Betroffene, die noch nicht in der Lage sind, langen Ausführungen zu folgen, (voraus­gesetzt sie mögen Gedichte). Das Buch ist ein besonderes Geschenk für Trauernde. Es ist mein ganz persönliches Lieblingsbuch der Trauerliteratur, das mir Trost in meiner Untröstlichkeit in Schmerz und Trauer um meinen verstorbenen Sohn schenkt. Ich nehme es immer wieder gern in die Hand.

Roswitha Bräuner

zum Seitenanfang

Saskia Jungnikl:
Papa hat sich erschossen

Fischer Verlag: Frankfurt/M. 2014

Das autobiographische Werk der heute 35 jährigen Autorin ist in klarer, präziser und dennoch bewegender Sprache verfasst und spricht – bei aller Schwere des für Angehörige ungeheuer belastenden Themas – durch seine abwechslungsreiche Konzeption an:
– Das Buch umfasst 250 Seiten und ist in 37 Kapitel unterteilt, welche jeweils mit einem „Schlagwort“ überschrieben sind.
– Im Anhang finden sich Kontaktdaten von Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
In Jungnikls Buch wird die persönliche Geschichte, der Versuch, das Unbegreifliche zu erfassen, zu verarbeiten, zu akzeptieren, gepaart mit sehr klar geschilderten Gedanken und Gefühlen von Verzweiflung und Machtlosigkeit (der persönlichen „Verarbeitung“). Die Autorin stellt sowohl ihre Gedanken- und Gefühlswelt als auch Erlebnisse und Betrachtungen ihrer Familiengeschichte, der einzelnen vom Suizid ihres Vaters betroffenen Menschen, auch ihrer Freunde, und deren Wechselwirkungen untereinander dar.
Jungnikl vermag es m.E. Mut zu machen, Betroffenheit und/oder Hoffnung auszulösen. Ihr Schreibstil ist detailreich, humorvoll, anregend, schwermütig und nachdenklich stimmend.
Jede/r vom Suizid eines nahestehenden Menschen Betroffene findet sich in irgendeiner Form in dem geäußerten Erleben wider und erfährt zugleich den Trost, dass er/sie mit dem Unfassbaren nicht allein ist – jenes Gefühl, das immer wieder deutlich werden kann.
Dagmar Loddenkemper

zum Seitenanfang

Freya v. Stülpnagel „ohne dich.Hilfe für Tage, an denen die Trauer besonders schmerzt“,
Kösel Verlag, München, überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe 2012

Freya v. Stülpnagel „warum nur?
Trost und Hilfe für Suizid-Hinterbliebene“,
Kösel Verlag, München 2013

Freya v. Stülpnagel „wo finde ich dich?
Spirituelle Trostimpulse für Trauernde,
Kösel Verlag, München 2014

Freya von Stülpnagel hat eine wunderbare Trilogie für Trauernde geschrieben. Die Bücher sind optisch sehr ansprechend gestaltet. Sie haben einen festen Einband und gefallen durch die passend eingestreuten Fotos und Gedichte. Das Leitthema aller drei Bücher lautet „Trauernde sind Wissende“.

Der erste Band „ohne dich. Hilfe für Tage, an denen die Trauer besonders schmerzt“ eignet sich für alle Trauernde, die sich lesend mit ihrer Trauer auseinandersetzen möchten und Anregungen für ihr Weiterleben suchen. Die Autorin hat es ihrem mit 18 Jahren durch Suizid verstorbenen Sohn Benni gewidmet. Das Buch ist ein einfühlsames Geschenk für Menschen auf ihrem einzigartigen Trauerweg um einen geliebten Menschen.

Mein persönlicher Favorit ist das zweite Buch „warum nur? Trost und Hilfe für Suizid-Hinterbliebene“, da mein Sohn sich ebenfalls das Leben genommen hat. Hier werden treffend die besonderen Fragen gestellt, die ein Suizid bei den Angehörigen auslöst und Anregungen gegeben, mit dem traumatischen Schicksal zu überleben. Die zentralen Themen sind die stets quälende Frage nach dem Warum, die lähmenden Schuldgedanken, das Gefühl der Ohnmacht und schließlich das Akzeptieren des Albtraums, das zunächst völlig undenkbar war. Das Erleben des zehnten Todestags beschreibt die Autorin als schmerzliches Datum, an dem die große Sehnsucht und das Nie-Wieder noch einmal besonders intensiv wahrgenommen werden. Das Buch regt an, das in der Gesellschaft immer noch vorherrschende Schweigen rund um den Suizid zu beenden. Es ist nicht nur für Suizidtrauernde absolut bereichernd und empfehlenswert.

Der dritte Band „wo finde ich dich? Spirituelle Trostimpulse für Trauernde“ ermutigt zur Auseinandersetzung mit existentiellen letzten Fragen unseres Lebens. Für die Autorin ist das abschließende Buch das Ergebnis ihrer persönlichen Wandlung, die sie nach dem Tod ihres Sohnes erfahren hat.

Die Autorin Freya v. Stülpnagel war Juristin und Anwältin. Sie ist Mutter von vier Söhnen. Ihr dritter Sohn starb 1998 durch Suizid. Nach dessen Tod wurde sie Trauerbegleiterin und betreut seit 2001 die Suizidgruppe im Verein „Verwaiste Eltern München e.V.“.

Roswitha Bräuner

zum Seitenanfang

Chris Paul:
Schuld / Macht / Sinn

Gütersloher Verlagshaus

Klappentext:
Fragen nach Verantwortung und Schuld begleiten Angehörige nach vielen Todesursachen, nach Unfällen und Suiziden, aber auch nach Herzinfarkten und sogar nach lang andauernden Erkrankungen. In schier endlosen Gedankenspiralen stellen sich immer dieselben Fragen- was hätte ich tun können, um den Tod zu verhindern? Hätte ich etwas merken müssen? Auch Vorwürfe gegen andere können stark sein, gegen Psychologen, Ärzte und Verwandte. Schuldvorwürfe quälen und entlasten zugleich, sie haben viele Ursachen und Auswirkungen.

Chris Paul untersucht, was geschieht, wenn ein Schuldvorwurf entsteht, und welche Auswirkungen er auf das Weiterleben hat. Sie erklärt, warum manche Trauernde so lange an Außenstehenden oft unsinnig erscheinenden Vorwürfen festhalten, und zeigt ungewöhnliche Wege auf, mit Schuldvorwürfen umzugehen.

zum Seitenanfang

dada peng:
Mein Buch vom Leben und Sterben

Gütersloher Verlagshaus

Klappentext:
Geschichten vom Sterben und leben, Gedichte und Songs
Mit persönlichen Fragen und der Möglichkeit, Antworten und eigene Gedanken in dieses Buch hineinzuschreiben
Ein Buch zum Lachen, Weinen und Nachdenken

zum Seitenanfang

Roland Kachler:
Wie ist das mit der Trauer

Verlag gabriel

Klappentext:
Wenn jemand stirbt, den du sehr lieb hast, bist du traurig. Am liebsten würdest du weinen oder dich verkriechen, vielleicht bist du auch wütend. Den Kindern in den Geschichten geht es ganz ähnlich: Tim kann nicht glauben, dass sein Opa nie mehr mit ihm Fußball spielen wird, Luisa fühlt sich auf der Beerdigung ihrer Tante ganz seltsam, Benni weiß nicht, wie er es ohne seinen Vater aushalten soll, und Maxi fragt sicch, ob sie ihren Bruder jemals wiedersehen wird.
Mit Geschichten zu unterschiedlichen TrauersituationenMit Sacherklärungen und Antworten auf schwierige Fragen
Mit Vorschlägen wie Kinder mit ihrer Trauer umgehen können
Mit Extrateil für die Eltern

Ein Buch für Kinder und Erwachsenen, die Kinder begleiten möchten

zum Seitenanfang

Mechthild Schroeter-Rupieper
Das Hausbuch für Familien in Zeiten der Trauer und des Abschieds
Schwabenverlag

Trauer kann man weder schönreden noch wegdiskutieren. Sie geht nur vorbei, indem man trauert. Familien tun sich jedoch oft schwer, gemeinsam mit Verlust, Abschied und Tod umzugehen und einen Ausdruck dafür zu finden. Dies gilt beim Tod eines Familienmitglieds genauso wie für andere Verlust und Abschiedssituationen wie z. B. eine Scheidung oder der Tod eines geliebten Haustiers.

Dieses Buch zeigt Möglichkeiten, wie Eltern ihre Kinder und Kinder ihre Eltern in der je eigenen Trauer verstehen lernen können. Einfühlsam und ideenreich macht die Autorin Mut, die Trauer und Erinnerung gemeinsam zu gestalten.

zum Seitenanfang

Bernadette& Klaus Rüggeberg
mit Rebecca, Esther, Lea und Laura

Plötzlich tot
als Familie weiterleben

Kreuz-Verlag

Auszug aus dem Klappentext:
Tobias Rüggenberg (30) – Sohn, Bruder, Vater, Freund- verunglückt 2010 tödlich. In diesem Buch beschreiben seine Eltern, seine Schwestern und seine kleine Tochter, wie sie die ersten beiden Trauerjahre überstanden haben. Was hat ihnen geholfen, wo fanden sie Trost in der Traostlosigkeit? Ein anrührendes, ein ehrliches Buch einer „amputierten“ Familie, getragen von dem Wunsch, dass die Erfahrungen anderen helfen können, zu trauern und zu trösten.

„Berührend und hilfreich für alle, die einen nahen Menschen verlieren.“
(Roland Kachler)

zum Seitenanfang

Chris Paul
Keine Angst vor fremden Tränen
Trauernden Freunden und Angehörigen begegne
n

Gütersloher Verlagshaus

Dieses Buch ist für alle geschrieben, die Trauernden begegnen. Denn für trauernde Menschen ist kaum etwas so wichtig wie ein stabiles soziales Netz. Chris Paul legt hier erstmals einen umfassenden Leitfaden für den Umgang mit Trauernden vor, der Sprach- und Hilflosigkeit überwinden hilft, zur Anteilnahme ermutigt und den Abbau von Ängsten und Überforderung ermöglicht: Wie begrüße ich die Kollegin, die nach dem Tod des Mannes wieder zur Arbeit kommt? Wie verhalte ich mich bei der Nachbarin, deren Sohn kürzlich starb? Kann ich meinem Bruder helfen, nach dem Tod seiner Frau nicht zu verzweifeln?

Ein Leitfaden für den Umgang mit Trauernden

zum Seitenanfang

Britta Laubvogel und Jost Wetter-Parasie:
Wenn die Liebe Trauer trägt

Was beim Abschiednehmen
von einem lieben Menschen hilft

Brunnen Verlag

Britta Laubvogel, die ihren Mann 2006 mit gerade mal 50 Jahren durch Lungenkrebs verlor, erzählt ihre Geschichte. Und darüber, was ihr in der Zeit der Trauer um den geliebten Menschen geholfen hat. Jost Wetter-Parasie, Arzt, Psychotherapeut und Freund der Familie, kommentiert – als Freund und als professioneller Berater. Gemeinsam entstand ein tröstendes, ermutigend praktisches und sehr persönliches Buch.
Mutmachende Anregungen und Texte für Trauernde

zum Seitenanfang